Von Panagiota Hoffmann
Warum CCE diesen Weg verfolgt: Rund 80 % der ökologischen und sozialen Auswirkungen eines Unternehmens entstehen entlang der Lieferkette – von der Auswahl technischer Komponenten bis hin zu alltäglichen Verbrauchsgütern im Büro. Alles, was ein Unternehmen einkauft, nutzt oder entsorgt, hinterlässt einen Fußabdruck.
Gleichzeitig verschärfen sich die regulatorischen Anforderungen deutlich. Ab 2026 sind auch mittelständische Unternehmen in der EU verpflichtet, menschenrechtliche und soziale Risiken entlang ihrer Lieferketten systematisch zu identifizieren, zu bewerten und zu adressieren. Die bisher verbreitete Annahme, dass die Verantwortung für PV-Anlagen und Batteriespeicher ausschließlich bei EPC-Partnern liege, ist damit überholt.
Lieferketten und Risikominimierung
Besonders sichtbar wird diese Entwicklung in der globalen Beschaffung. Während europäische Lieferanten strengen gesetzlichen Vorgaben unterliegen, fehlen vergleichbare Standards außerhalb der EU häufig. Unterschiedliche Anforderungen – etwa im Bereich Datenschutz, Arbeitsbedingungen oder Umweltstandards – erhöhen das Risiko erheblich, Produkte oder Dienstleistungen zu beziehen, die den Compliance- und ESG-Anforderungen nicht entsprechen.
Für CCE bedeutet das: Sorgfaltspflichten sind kein „Nice-to-have“ mehr, sondern ein zentrales Element von Qualitäts- und Risikomanagement.
Gleichzeitig ist ESG weit mehr als eine regulatorische Pflicht. Es ist eine strategische Chance. Unternehmen, die nachhaltige Prozesse nachweislich beherrschen, stärken ihre Position in der Finanzierung, ihre Reputation und die Qualität ihrer Projekte. CCE hat hier bereits entscheidende Schritte unternommen – unter anderem durch die Einführung neuer Bewertungsmethoden, die erstmals transparente und messbare Lieferantenbewertungen ermöglichen, sowie durch Top-Bewertungen bei GRESB.
Die Lieferkette ist damit nicht länger eine reine Beschaffungsfunktion, sondern ein strategischer Treiber für ESG.
(Foto: Adobe Stock).
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